Was sie dir bringt
Die runden, fleischigen Blätter sitzen wie kleine Teller auf langen Stielen, der Stiel setzt mitten auf der Blattunterseite an1. Mit etwa 20–30 cm Höhe passt sie auf jede Fensterbank, gilt als pflegeleicht und haustierfreundlich1. Und sie bildet ständig Kindel, die du abtrennen und verschenken kannst2.
Herkunft & Geschichte
Wild ist sie nur aus dem Südwesten Chinas bekannt, aus Sichuan und Yunnan4, auf schattigen, feuchten Felsen im Wald in 1500–3000 m Höhe. Dort ist sie sehr selten und vielleicht gefährdet3.
1945 fand ein norwegischer Missionar sie auf einem Markt in Yunnan und nahm bei seiner Flucht Ableger mit nach Norwegen. Von dort wanderte sie jahrzehntelang von Hand zu Hand durch Europa, ganz ohne Gärtnereien – im Gartencenter gibt es sie erst seit Kurzem5.
Vorsicht
Die Ufopflanze gilt als unbedenklich für Kinder und Haustiere1. Die ASPCA führt die Art selbst nicht, stuft aber die verwandte Pilea involucrata als ungiftig für Katzen und Hunde ein6.
Pflege
Licht. Hell, aber ohne direkte Sonne7. Die RHS empfiehlt ein Nord-, Ost- oder Westfenster; im Südzimmer etwas abseits vom Fenster stellen2.
Wasser. Gießen, wenn die oberen Zentimeter der Erde antrocknen – per Fingerprobe oder Topf anheben. Im Winter braucht sie weniger. Nie im Wasser stehen lassen, sonst faulen die Wurzeln2. Die Blätter möglichst trocken halten, nasses Laub bekommt leicht Flecken1.
Temperatur & Luftfeuchte. Tagsüber 18–24 °C, nachts über 13 °C7, immer über 10 °C und weg von kalter Zugluft2. Normale Raumluft geht, etwas mehr Luftfeuchte mag sie aber1,2.
Erde, Topf & Umtopfen. Torffreie Blumenerde2. Für schnelleren Abfluss kannst du wahlweise etwas Kakteenerde untermischen – das empfiehlt Penn State für Pileas, die es gut durchlässig mögen7. Jedes Frühjahr die Wurzeln prüfen und umtopfen, wenn es eng wird, meist etwa alle zwei Jahre – in einen nur wenig größeren Topf2.
Düngen. Von April bis September alle ein bis zwei Monate flüssig düngen, nicht überdüngen2.
Extras
Im Zimmer blüht sie selten1. Weiße Krümel unter den Blättern sind meist harmlose Mineralablagerungen oder ausgetretener Saft bei Temperaturschwankungen2. Schädlinge sind vor allem Spinnmilben, Wollläuse, Trauermücken und Schildläuse1. Die RHS hat ihr den Award of Garden Merit verliehen8.

Symptome & Hilfe
| zu wenig | zu viel | |||
|---|---|---|---|---|
| Wasser | Die Blätter kräuseln oder wellen sich. → Gründlich gießen, sobald die oberen paar Zentimeter der Erde trocken sind. | Blätter kräuseln sich, die Wurzeln faulen. → Erde abtrocknen lassen, Wasser im Übertopf weggießen, seltener gießen. | ||
| Licht | Lange, dünne Stiele, die Pflanze wird staksig, Blätter kräuseln sich. → Heller stellen, etwa direkt an ein Ost- oder Westfenster. | Die Blätter färben sich rotbraun. → Aus der direkten Sonne nehmen oder etwas vom Südfenster abrücken. | ||
| Dünger | Blätter werden zwischen den Adern gelb. → Von April bis September alle vier bis acht Wochen flüssig düngen. |
Zum Mitnehmen
- PflanzenkarteVorder- und Rückseite im Format A6 quer – zum Ausdrucken und Danebenstellen
- PDF ↓
Hinweise zu den Dateien: Drucken & Gravieren
Lizenz und Namensnennung für die Steckschilder: Lies-mich (TXT)
Quellen
- NC State Extension: Pilea peperomioides. North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/pilea-peperomioides/ (abgerufen am 14.10.2026)
- Royal Horticultural Society: How to grow pileas. RHS Growing Guides. https://www.rhs.org.uk/plants/pilea/how-to-grow-pilea (abgerufen am 14.10.2026)
- Chen, C. J., Friis, I. & Wilmot-Dear, C. M. (2003): Pilea peperomioides Diels. Flora of China, Vol. 5 (Urticaceae). http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=242338100 (abgerufen am 14.10.2026)
- Royal Botanic Gardens, Kew: Pilea peperomioides Diels. Plants of the World Online. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:855664-1 (abgerufen am 14.10.2026)
- Hodgson, L. (2020): The Pass-Along Pilea. Laidback Gardener (blog). https://laidbackgardener.blog/2020/01/06/the-pass-along-pilea/ (abgerufen am 14.10.2026)
- ASPCA Animal Poison Control Center: Friendship Plant (Pilea involucrata). Toxic and Non-Toxic Plant List. https://www.aspca.org/pet-care/aspca-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/friendship-plant (abgerufen am 14.10.2026)
- Smith, M. L. (2025): Pilea as a Houseplant. Penn State Extension. https://extension.psu.edu/pilea-as-a-houseplant (abgerufen am 14.10.2026)
- Royal Horticultural Society: Pilea peperomioides. RHS Plants. https://www.rhs.org.uk/plants/13015/wd/details (abgerufen am 14.10.2026)
- Royal Horticultural Society: How to take cuttings from houseplants. RHS Growing Guide. https://www.rhs.org.uk/plants/types/houseplants/how-to-take-cuttings-from-houseplants (abgerufen am 14.10.2026)
- DelPrince, J. M. & Perry, J. H. (2021): Care & Selection of Indoor Plants. Mississippi State University Extension, Publication 1012. https://extension.msstate.edu/publications/care-selection-indoor-plants (abgerufen am 11.10.2026)
